Veranstaltungen
Sonntag, 13. Dezember 2026
»Bis bald, meine Freunde! Die Künstlerin Jeanne Mammen«
Szenische Lesung mit Martina Weinland
Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V.
Eisenacher Straße 118
10777 Berlin
Szenische Lesung mit der Buchautorin Martina Weinland über die Berliner Ausnahmekünstlerin Jeanne Mammen (1890-1976) und ihre Freundschaften
Wann: Sonntag, 13. Dezember um 16 Uhr
Dauer: ca. 70 Minuten
Die gebürtige Schönebergerin wuchs in Paris auf und kehrte 1915 mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs nach Berlin zurück. Ab 1920 bewohnte sie zusammen mit ihrer Schwester Mimi ein Atelier am Kurfürstendamm 29. In den 1920er wurde sie vor allem durch ihre Milieuschilderungen aus den Cafés und Varietés bekannt. 1932 und 1933 war sie auf Ausstellungen des Vereins vertreten. Mit Machtübernahme der Nazis zog sich Mammen in die innere Isolation zurück. Nach dem Krieg gehörte sie zu den Künstlerinnen, die sich um den demokratischen Aufbau der Stadt bemühten. Dazu zählte ihr Engagement im Künstlerkabarett „Badewanne“. Ihr Leben blieb eine stete Herausforderung, das sich in über 800 Briefen, die sie sich mit ihren Freunden schrieb, dokumentiert ist. Aus Anlass ihres 50. Todesjahres erinnert der Verein der Berliner Künstlerinnen an Jeanne Mammen.
Martina Weinland
Martina Weinland ist promovierte Kunsthistorikerin. Von 1992 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Stadtmuseum Berlin und dort ab 2018 Beauftragte für kulturelles Erbe und für die unselbstständigen Kunststiftungen, vor allem für die Jeanne Mammen-Stiftung. Sie ist Dozentin im Gasthörerprogramm der Freien Universität Berlin mit dem Schwerpunkt Frauen in der Kunstgeschichte und gehört seit 2025 zum Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins.

Bildrechte: privat
