Donnerstag, 21. Mai 2026

Blindes Vertrauen – ein Abend für Otto Weidt

mit Niels Schröder

Ausstellungsraum „Romanisches Cafe“ im Europa Center
Tauentzienstraße 9-12
10789 Berlin

romanisches-cafe.berlin/event/otto-weidt/

Uhrzeit: 19:30 Uhr

 

Mit Niels Schröder und Bernadette Conrad

Seit März 2026 erinnert eine Gedenkstele unweit des Hauptbahnhofs an den „Gerechten unter den Völkern“ Otto Weidt (1883 – 1947), der sich als junger Mann der anarchistischen Bewegung anschloss, selbst Gedichte schrieb und ein regelmäßiger Besucher des Romanischen Cafés war. 1939 gründete Otto Weidt zunächst in Kreuzberg eine Blindenwerkstatt, in der er fast ausschließlich jüdische seh- und hörbehinderte Menschen einstellte. Mit großem Mut unterstützte und versteckte der selbst nahezu erblindete Weidt verfolgte Juden. Er fälschte Papiere, bestach die Gestapo und konnte seine schon zur Deportation bestimmte Belegschaft einmal aus einem Sammellager in seine als kriegswichtig geltende Bürstenwerkstatt, nunmehr in der Rosenthaler Straße 39, zurückholen. Für die Erinnerung an die Radikalität seines Widerstands setzte sich besonders Inge Deutschkron ein, die in der Blindenwerkstatt arbeitete. Damit die Erinnerung an diesen außergewöhnlichen, an Zivilcourage und Kreativität so reichen Mann nicht verblasst, ist der Ort heute eine Gedenkstätte. In seiner Graphic Novel „Blindes Vertrauen“ zeichnet Niels Schröder das dramatische Geschehen in und um die Blindenwerkstatt nach. Im Gespräch mit der Autorin und Journalistin Bernadette Conrad stellt Niels Schröder sein Buch und Otto Weidt vor.

Eintritt: 9 Euro, begrenzte Platzzahl
Tickets hier.

Blindes Vertrauen

Blindes Vertrauen

Otto Weidt, ein »Gerechter unter den Völkern«


Niels Schröder

Niels Schröder, geboren 1970, Studium der Visuellen Kommunikation / Grafikdesign in Hamburg, Bremen und Berlin (Meisterschüler), seit 1996 freiberuflicher Illustrator für Zeitungen, Verlage, Unternehmen, 2004/2005 Professur in Vertretung an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle (Saale). 2016 promovierte er an der Kunstuniversität Linz mit einer Arbeit über Humor im Zweiten Weltkrieg.
Niels Schröder
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