Mittwoch, 16. September 2020

Als die Comics laufen lernten

Lesung mit Herma Kennel

Brotfabrik Berlin
Caligaripl. 1
13086 Berlin

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Mit seinen Werbetrickfilmen für Firmen wie Sarotti, Continental oder die Meierei Bolle setzte Wolfgang Kaskeline in den 1920er Jahren neue Maßstäbe. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde ihm seine jüdische Herkunft zum Verhängnis. Der Mut seiner Familie rettete ihn vor der Verfolgung, denn seine Frau überredete Kaskelines Mutter zu einer eidesstattlichen Falschaussage bezüglich des leiblichen Vaters. So konnte er nicht nur weiterarbeiten, sondern wurde als Trickfilmkünstler jüdischer Abstammung 1944 zum Produktionsleiter der Deutschen Zeichenfilm GmbH ernannt.

Herma Kennel spricht an dem Abend über eine bewegte Lebensgeschichte im Spannungsfeld von Kunst und Politik und gibt mit ausgewählten Filmbeispielen einen Einblick in die Entwicklung des Trick- und Werbefilms bis in die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik. Der Abend wird moderiert von Dr. Robert Zagolla vom be.bra verlag.

Herma Kennel, geboren 1944 bei Pirmasens, studierte Grafik an der Freien Akademie Mannheim und Politische Wissenschaften an der Hochschule für Politik in München. Sie ist Autorin mehrerer Tatsachenromane, darunter zuletzt das Buch »BergersDorf«, das wegen der Schilderung eines Ende Mai 1945 erfolgten Massakers im Jahr 2010 in die Schlagzeilen internationaler Medien geriet. Seit 1998 lebt Kennel in Berlin mit Auslandsaufenthalten in Brünn und Bukarest.

Robert Zagolla, geboren 1973, studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und Tübingen. Seit 2004 arbeitet er als Lektor und Autor im Sachbuchbereich des be.bra verlags. Er verfasste mehrere Bücher zu verschiedenen Themen aus Geschichte und Gegenwart. Robert Zagolla lebt in Berlin.

 

Eintritt: 7,- / ermäßigt 5,- Euro

Kartenreservierungen sind ab dem 24.08.20 über die Internetseite der Brotfabrik möglich.
karten@brotfabrik-berlin.de


Als die Comics laufen lernten

Als die Comics laufen lernten

Der Trickfilmpionier Wolfgang Kaskeline zwischen Werbekunst und Propaganda



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