übersetzt von Christoph Langemann
herausgegeben von Eduard Klopfenstein
272 S.
gebunden mit Schutzumschlag
sofort lieferbar
Der 23-jährige Sanshirō kommt um 1900 zum Studium aus der Provinz nach Tokyo, wo er eine Welt kennen lernt, die ihm fremd ist: hektisch, unverbindlich und spannend zugleich. Aufgewachsen in einem festen und traditionsbewussten Familienverband kommt Sanshirō mit revolutionären Gedanken in Berührung, die ihn faszinieren und sein Weltbild umkehren - und mit Frauen. Aber neben dem modernen Individualismus und seiner neu erlangten Freiheit spürt Sanshirō zum ersten Mal in seinem Leben Einsamkeit und erfährt, was es bedeutet, auf sich allein gestellt zu sein.
Durch die Augen des jungen Studenten entfaltet sich ein Panorama Tokyos zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das von Offenheit, kulturellem Leben und Internationalität geprägt ist. Natsume Sōseki, der selbst viele Jahre in Europa lebte, lässt Elemente der westlichen Kultur - stilistisch wie thematisch - den gesamten Roman durchdringen und führt so einen sensiblen, bisweilen ironischen Dialog zwischen Tradition und Moderne Japans, aber auch zwischen den Kulturen.