Traditionsbruch ohne Neuanfang

Die I. Chirurgische Klinik der Berliner Universität im »Dritten Reich«

von Thomas Beddies
Die I. Chirurgische Klinik der Berliner Universität war im »Dritten Reich« eine Kaderschmiede für junge regimetreue Ärzte. Die Chirurgen profitierten von Verbindungen zum NS-Regime, zur SS und zur Wehrmacht. Hanskarl von Hasselbach, Karl Haase und vor allem Karl Brandt kamen als Begleitärzte Hitlers über ihre fachärztliche Tätigkeit hinaus zu erheblichem Einfluss.
Wie unter einem Brennglas zeigt sich in der Klinik in der Ziegelstraße eine junge Ärztegeneration, die sich bedingungslos in den Dienst der nationalsozialistischen Sache stellte und dabei ethische und rechtliche Grenzen vielfach überschritt.
Reihe: Hefte zur Geschichte der Charité - Universitätsmedizin Berlin [1]

Paperback, 48 Seiten, 15 Abb., 14,5 x 21 cm
ISBN 978-3-95410-205-1

7,– €
Thomas Beddies

Thomas Beddies

Thomas Beddies, apl. Prof. Dr. phil., Jahrgang 1958, studierte Geschichts- und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin; Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Stellvertretender Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Geschichte der Pädiatrie, der Psychiatrie sowie der Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus.

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