Wilfrid Bade, Jahrgang 1906, durchlief im Propagandaministerium der Nazis eine steile Karriere. Zunächst war er für die Auslandskorrespondenten zuständig und arbeitete später häufig als Vertreter des Reichspressechefs im Führerhauptquartier.
Neben seiner Tätigkeit im Ministerium war Bade als Autor von Gedichten, Sachbüchern und Romanen, aber auch von in Millionenauflagen erscheinenden Propagandatexten und Zeitungsbeiträgen bekannt. Er verknüpfte, an der Schnittstelle zwischen Partei, Staatsapparat und Massenmedien agierend, sein persönliches Schicksal mit dem des Regimes – bis hin zum eigenen mysteriösen Untergang.